Wachstum entsteht durch mutige Entscheidungen
Ausgebuchtes forum am CAMPUS V, ehrliche Einblicke statt Hochglanz-Erfolgsgeschichten und eine zentrale Frage: Was braucht es, damit aus einer Idee ein wachsendes Unternehmen wird? Die Startup Vorarlberg Convention brachte am 1. Oktober bereits zum dritten Mal Gründer:innen, Investor:innen und das Vorarlberger Startup-Ökosystem in Dornbirn zusammen. Im Mittelpunkt standen Wachstum, Game Changer und die Frage, wie viel Risiko Unternehmertum eigentlich verträgt.
„Es war noch nie so leicht, die Welt zu verändern.“ Mit dieser These eröffnete Zarah Bruhn, Gründerin von socialbee, die diesjährige Startup Vorarlberg Convention. Was optimistisch klingt, bekam in ihrer Keynote schnell eine zweite Seite. Denn Gründen heißt auch, mit Unsicherheit umgehen zu lernen. Oder, wie Bruhn es formulierte:
„Alles was an Schei*e passieren kann, wird euch passieren.“ – Zarah Bruhn (socialbee)
Damit war der Ton für einen Nachmittag gesetzt, der Unternehmertum weder romantisierte noch schlechtredete. Vielmehr ging es darum, Chancen zu erkennen, Entscheidungen zu treffen und Wachstum möglich zu machen.
Die Game Changer hinter dem Wachstum
Wie unterschiedlich diese Entscheidungen aussehen können, zeigten Eva Roth (Atmosvere), Ralf Pfefferkorn (Sodex) und Fabian Eckert (RECUP). Ihre persönlichen Game Changer führten immer wieder zu vermeintlich einfachen Dingen zurück: zuhören, Kund:innen und Markt wirklich verstehen, den eigenen Flow finden, sich etwas trauen und das eigene Ego auch einmal zurückstellen.
Auch Investor:innen können gerade in frühen Phasen weit mehr sein als reine Kapitalgeber. Gleichzeitig braucht Wachstum Klarheit darüber, wofür ein Unternehmen steht – nur so gelingt der Schritt vom Startup zum Scale-up.
ALL IN – aber um welchen Preis?
Ohne Risiko kein Wachstum – dieses Thema zog sich durch die zweite Hälfte der Convention. Den Auftakt machten Luca Martina Huber (Sunsch no was.), Simone Angerer (Die Gute Stube) und Florian Kathan (leaba.jetzt) mit ehrlichen Einblicken zu einer Frage, die sich wohl alle Gründer:innen früher oder später stellen: How to start, how to continue and how to end? Im anschließenden Panel haben uns dann Udo Filzmaier (F-Technologies), Luca Martina Huber, Philipp Peer (PEER & JWV) und Paul Guschlbauer (Wanderbird) mitgenommen – mitten hinein in ihre ganz persönliche Sicht aufs Risiko. Schnell wurde klar: Risikobereitschaft ist ziemlich individuell. Lebenssituation, finanzielle Möglichkeiten und Familie entscheiden mit, welches Wagnis man sich leisten kann und will.
Den Abschluss setzte Unternehmer und Red Bull Extremsportler Paul Guschlbauer. Seine Keynote „Own your adventure – own your risk!“ brachte die zentrale Botschaft des Nachmittags auf den Punkt: Risiko lässt sich nicht eliminieren – entscheidend ist, den eigenen Umgang damit zu finden.
Ein neuer Raum für Begegnung
Mit dem neuen forum am CAMPUS V fand die Convention in diesem Jahr in einem neuen Veranstaltungsumfeld statt. Wir freuen uns zu sehen, wie die Community immer größer wird!
Zwischen den Programmpunkten gab es in der Ausstellung jede Menge zu entdecken: Startups wie PiColor, MioKio, Wandelbox, begleitet, Mamba und Twistor zeigten, woran sie gerade arbeiten – und standen für Fragen, Feedback und den einen oder anderen spontanen Austausch bereit. Auch blum ventures war mit dabei und hat Startups und Investor:innen noch ein Stück näher zusammengebracht.
Und weil die besten Gespräche oft erst nach dem offiziellen Teil beginnen, ging es beim Get-together gemütlich weiter: mit guter Musik vom DJ, feinem Catering und viel Zeit zum Netzwerken, Weiterdenken und Anstoßen.
An dieser Stelle auch vielen Dank auch an Red Bull fürs Getränkesponsoring!
Hier ein paar Highlights
























Fotos (c) DEMAKO / Vincent Ribbers
