MioKio: Vom „Was essen wir heute?“ zum fertigen Essensplaner für Familien

MioKio x Startup Vorarlberg – Batch #2

Thomas Metzler, Sebastian Metzler, Fernanda Mardones und Oliver Kuchendorf haben aus einer der häufigsten Fragen des Familienalltags ein Produkt gemacht: MioKio ist ein spielerischer Essenplaner, der Familien dabei hilft, gemeinsam die Woche zu planen, gesünder zu essen und entspannter einzukaufen.

Aus einer Idee im Studium wurde ein Prototyp, dann zwölf Monate harte Arbeit und jetzt ein echtes Produkt, das im September 2026 exklusiv über den regionalen Handelspartner Sutterlüty in die Vorarlberger Küchen findet, mit geplanter Erweiterung in den gesamten DACH-Raum.

„Was essen wir heute? Diese eine Frage hat bei uns zu Hause jeden Tag für Stress gesorgt. Wir wollten sie einmal pro Woche gemeinsam beantworten und danach Ruhe haben. Das Schöne daran: Kinder, die mitplanen dürfen, essen auch mit. Und ganz nebenbei lernen sie, was ihrem Körper guttut.“

bringt Mitgründerin Fernanda Mardones die Motivation hinter MioKio auf den Punkt.

Das Problem, das jede Familie kennt

„Was essen wir heute?“ Diese Frage stellt sich in Familien jeden Tag neu, und sie ist selten so einfach zu beantworten, wie sie klingt. Zeitdruck, unterschiedliche Wünsche am Tisch, fehlende Ideen und der zusätzliche Organisationsaufwand rund um Einkauf und Zubereitung machen aus einer Routineaufgabe schnell einen kleinen täglichen Stressfaktor.

Genau hier setzt MioKio an. Statt die Essensplanung als lästige Pflicht zu behandeln, macht das Team aus Vorarlberg daraus eine gemeinsame Familienaktivität – analog am Tisch und digital in der Küche.

Die Lösung: analog und digital gedacht

MioKio verbindet zwei Ebenen, die bewusst unterschiedliche Aufgaben übernehmen:

  • Wochenplaner am Küchentisch: Farbcodierte Lebensmittelkarten (Grün = Gemüse, Gelb = Kohlenhydrate, Rot = Eiweiß) sorgen automatisch für eine ausgewogene Ernährung.
  • Kostenlose Smartphone-App: Ein Foto des gelegten Planers genügt – die App erkennt die Karten und erstellt automatisch die Einkaufsliste.
  • Vorteile: Zeitersparnis, weniger Lebensmittelverschwendung, entspannter Einkauf und aktive Einbindung der Kinder.

Auf einen Blick

  • Zielgruppe: Familien mit Kindern von 5 bis 14 Jahren
  • Preis: 29,90 € (UVP)
  • Marktstart: September 2026, exklusiv bei Sutterlüty in Vorarlberg
  • Ernährungswissenschaftlich geprüft: SIPCAN-verifizierter Nährwertgehalt

Vom Prototyp zum Produkt in den Regalen

Besonders erfreulich: MioKio wurde während der gesamten Entwicklung immer wieder mit echten Familien getestet – nicht nur, ob ihnen die Idee gefällt, sondern wie sie tatsächlich damit umgehen. Genau daraus entstand etwa die Erkenntnis, dass die Einkaufsplanung ein zentraler Reibungspunkt ist, was schließlich die digitale Einkaufsliste hervorbrachte.

Ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg war das Usability Testessen bei Startup Vorarlberg, bei dem das Team ehrliches Feedback von außen bekam und mit vielen neuen Fragen zurückkam. Zum Marktstart ist MioKio nun über Sutterlüty in Vorarlberg erhältlich. Von dort aus soll es Schritt für Schritt in den deutschsprachigen Markt und darüber hinaus gehen.

Wir haben mit dem Gründerteam gesprochen: über ihre Learnings aus der Pre-Inkubation, die Höhen und Tiefen der Produktentwicklung und darüber, wie es sich angefühlt hat, den fertigen Essenplaner zum ersten Mal in den Händen zu halten.

Erzählt kurz eure Geschichte – wie würdet ihr sie in wenigen Sätzen zusammenfassen?

MioKio begann mit einer einfachen Frage: „Was essen wir heute?“

Aus dem alltäglichen Familienproblem von Fernanda entstand zunächst eine Idee, die an der FHV in Kursen diskutiert wurde, dann ein Prototyp den Thomas mit seiner Familie getestet hat und schließlich (nach 12 Monate harter Arbeit) ein echtes Produkt. Auf diesem Weg haben wir getestet, zugehört, verworfen, neu gedacht und immer wieder weiterentwickelt.

Die Pre-Inkubation bei Startup Vorarlberg war dabei ein wichtiger Teil unserer Reise. Durch die Workshops, das individuelle Coaching, das Usability Testing und den Austausch mit der Community konnten wir unsere Idee challengen, unser Geschäftsmodell schärfen und MioKio einen großen Schritt näher an den Markt bringen. Wir hoffen nun auch im Inkubationsprogramm von Startup Vorarlberg teilnehmen zu können.

Heute halten wir das fertige Produkt in den Händen. Und jetzt beginnt die nächste Phase: MioKio kommt zu den Familien.

Wie sah der Weg von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt aus – was waren die größten Ups & Downs?

Am Anfang war MioKio eine Idee im Rahmen des Studiums und ein sehr einfacher Prototyp. Wir haben ihn mit potenziellen Kundinnen getestet und dabei immer wieder neue Erkenntnisse gewonnen. Ein wichtiger Schritt war das Usability Testessen bei Startup Vorarlberg. Dort haben wir erlebt, wie wertvoll ehrliches Feedback von außen ist. Wir sind mit einer konkreten Idee hingegangen und kamen mit vielen neuen Fragen zurück. Genau daraus entstand unter anderem die Erkenntnis, dass die Einkaufsplanung ein wichtiger Teil des Problems ist. Bis dahin wurde die Einkaufsliste ganz klassisch von Hand geschrieben. Daraus entwickelte sich später die digitale Lösung.

Eines der größten Ups war deshalb nicht ein einzelner Moment, sondern zu sehen, wie aus jedem Test eine Verbesserung entstand. Die Downs waren die vielen Momente dazwischen: Entscheidungen, die wir wieder ändern mussten, technische Herausforderungen und die Erkenntnis, dass etwas, von dem wir überzeugt waren, in der Praxis manchmal nicht funktioniert. Aber genau diese Schleifen haben MioKio zu dem gemacht, was es heute ist.

MioKio verbindet eine digitale App und einen physischen Essensplaner – was habt ihr auf der digitalen und was auf der analogen Seite gelernt?

Wir haben gelernt, dass beide Seiten unterschiedliche Aufgaben haben. Der physische Essenplaner bringt die Familie an einen Tisch. Die Kinder können Lebensmittel selbst entdecken, Entscheidungen treffen und gemeinsam mit den Eltern den Wochenplan gestalten. Die digitale Seite übernimmt Aufgaben, die digital einfach praktischer sind, zum Beispiel die Einkaufsliste aus dem geplanten Wochenmenü zu erstellen. Für uns war dabei eine wichtige Erkenntnis: Digitalisierung muss nicht bedeuten, alles digital zu machen. Wir wollen die Stärken beider Welten miteinander verbinden.

Wie seid ihr bei der Suche nach Partnern vorgegangen, und was hat euch dabei überrascht?

Wir haben Partner gesucht, die inhaltlich zu MioKio passen, unsere Idee und unsere Themenfelder unterstützen: Familie, Ernährung, Regionalität und Alltag. Dabei haben wir gemerkt, wie wichtig persönliche Gespräche sind. Gerade als junges Startup entstehen viele Möglichkeiten durch Kontakte, Empfehlungen und Menschen, die bereit sind, sich auf eine neue Idee einzulassen. Auch das Netzwerk rund um Startup Vorarlberg war für uns dabei sehr wertvoll. Man bekommt Zugang zu Menschen, mit denen man sonst vielleicht gar nicht ins Gespräch gekommen wäre. Überrascht hat uns, wie offen viele Unternehmen und Menschen auf die Idee reagieren, wenn man sie persönlich zeigt und darüber spricht.

Was kommt als Nächstes für MioKio?

Jetzt kommt der spannendste Teil: MioKio geht in den echten Familienalltag. Wir wollen beobachten, wie das Produkt tatsächlich genutzt wird, weiter zuhören und aus dem Feedback lernen. Gleichzeitig arbeiten wir an der Weiterentwicklung der digitalen Lösung und am Aufbau unserer Community. Der nächste große Schritt ist für uns deshalb nicht einfach „mehr verkaufen“, sondern MioKio so weiterzuentwickeln, dass es Familien langfristig einen echten Mehrwert bietet.

Neugierig geworden? Mehr über MioKio gibt es unter miokio.app, bei Sutterlüty in Vorarlberg und im vol.at-Interview. Wer selbst mit einer Idee steckt, die noch challenged werden will, findet bei Startup Vorarlberg Workshops, individuelles Coaching und eine Community, die aus genau solchen Geschichten entsteht.

Interview: Startup Vorarlberg mit MioKio | Bilder: DEMAKO / Vincent Ribbers & Fernanda Mardones (MioKio)